von Carl Barks

5. AR lithograph, published :
1990
Auflage weltweit : 345 regulars
+ 100 Gold Plates
+ 5 boxed progressive proofs
Format : 41 x 51 cm Bild
auf 54 x
65 cm Blatt
Preis :
auf Anfrage / on request
+
small, digest-size reprint of the
“Island in the Sky” comic book

Uncle Scrooge McDuck has led his kin - Donald Duck and his nephews
Huey, Dewey and Louie to the far corners of the earth.
But what would
happen if he decided to buy a second-hand rocket ship and fly to an Island
in the Sky? To an asteroid?
Not too sur prising that it leads to An
Astronomical Predicament. . .
a situation that could only be told
by the Old Duck Man himself, master storyteller, artist, and painter Carl
Barks.
In 1983 Barks himself said of the story, which was originally
published in Uncle Scrooge #29, in March-May, 1960,
“The one that I like
best now after all these years in looking back over the whole chain of
them that I did, was ‘Island in the Sky.'"
An Astronomical Predicament is based on that famous comic book story
and
is the fifteenth Walt Disney oil painting by Barks in a continuing limited
edition lithograph series.
Everyone who buys. a print in this edition will
receive – free - a small, digest-size reprint of the "Island
in the Sky"
comic book story that inspired the painting, An
Astronomical Predicament.
Printed by the Black Box in Chicago, it
is available in a Regular Edition of 345 copies, 100 Gold Plates
and five
(5) boxed sets of Progressive Proofs.
Quelle: Die Szene bezieht sich auf Island in the Sky (US 29 [1960]); dt.: Die Insel im All (MM 29-31/1962; TGDD 49 [1977]; KA 36 [1993]).
Die Insel im All ist eine dieser
eigenartigen Mischungen aus Gegenwart und Zukunft, aus Entenhausener
Gesellschaft und Science Fiction, wie sie für die Raumfahrtberichte von Barks
typisch sind.
Selten hat Barks einen so krassen Sprung gemacht. Plötzlich ist
Entenhausen erfült von "Dingen, die gibt's gar nicht":
fliegende
Omnibusse, springende Autos, menschliche Rohrpost, Raumschiffe, Linienverkehr
und regelmässige Postzustellung im All.
Derartig futuristische Erscheinungen
hat es in Entenhausen auch vorher gegeben, aber nicht in dieser Häufung.
Die
Ballung des 'technischen Fortschritts' (das sind bei Barks sehr gern
Transportmittel) dient ihm in der Spätzeit zur Metapher, und die grosse banale
Metapher des Fortschritts ist die Rakete.
Vorbild des Berichts ist, der Titel
deutet es an, die Erzählung Island in the Sky (1952) von Arthur C. Clarke,
technisch genau in der Schilderung von Raumstationen in Erdumlaufbahn, aber erfüllt
von kindlichem SF-Brimborium.
Die neuen technischen Möglichkeiten
eröffnen dem Bankier Dagobert Duck, sich in die moderne Zeit einzuklinken.
In
den späten Berichten von Barks widmet sich Dagobert Duck weniger dem Gelderwerb
als den Bemühungen, es zu erhalten, zu bewahren und zu verstecken.
Das
klassische Versteck einer kargen, einsamen Insel transferiert er ins Weltall,
wobei die poetische Vokabel des "Eilands" bleibt.
Der Sternenstaub
zwischen Mars und Jupiter, die Planetoiden, erschreckend weit von der Erde
entfernt, wird von ihm als Ziel auserkoren. "Da schnüffelt niemand
rum."
In einer gebraucht gekauften
Rakete, vollgepackt mit Treibstoff, um unterwegs nicht tanken zu müssen, geht
es auf die Reise.
"Zwei Monate sind wir mindestens unterwegs. Vielleicht
auch drei!"
Der genau abgewogene Treibstoff wird zur bestimmenden Kraft des
komplizierten Geschehens und dominiert auch das vom Ölbild wiedergegebene
Geschehen.
Bei der langen ergebnislosen
Suche nach einem passenden Stern wird endlich ein menschenleerer Planetoid mit
Pflanzenbewuchs gefunden,
der in seiner tropischen Fruchtbarkeit einem Garten
Eden gleicht: "Das reinste Schlaraffenland!"
Dies bedingt eine Atmospäre
ebenso wie ein Schwerefeld, und das wiederum bedeutet, "dass wir beim Start
eine Unmenge Treibstoff brauchen."
Deshalb muss das Schiff, vollbeladen mit
Lebensmitteln, eigentlich zurück nach Entenhausen.
Da sehen die Ducks einen
winzigen Planetoiden, der von der Beschaffenheit ideal als Geldaufbewahrungsort
geschaffen zu sein scheint.
Die Besichtigung wird gestört durch das Auftauchen
kleiner Männchen indianischen Aussehens.
Während die Kinder mit den
Ureinwohnern und ihrer Sprache wenig Schwierigkeiten haben, verlieren Donald und
Dagobert Duck die Kontrolle.
Eine Schreckschusspistole verjagt weniger die
Indianer als nistende Vögel, deren Eier die einzige Nahrung der "armen Männchen"
sind.
Dagobert Duck fliegt noch einmal zum fruchtbaren Stern zurück, der nur
100 Meter entfernt ist. Mittels eines Seils können die kleinen Indianer
"wie Äffchen" hinüberkrabbeln.
Damit sind die Treibstoffvorräte
für den Rückflug angegriffen.
Die Katastrophe wird eintreten, aber sie ist
relativ: Dagobert Duck muss auf einer Raumstation zwischenstoppen, um
aufzutanken, und zwar zum zehnfachen Preis wie auf der Erde.
Barks hat die astronomisch (in
doppelter Bedeutung) missliche Lage auf dem Eiland in seinem Bild konzentriert
zusammengefasst.
Die Vögel verlassen gerade den Stern. Das Schlaraffenland
nimmt die ganze obere Hälfte des Bildes ein.
Zentrale Figur ist Dagobert Duck,
der mit ausgebreiteten Armen eine Linie über seinen Stock vom Planeten zum
Treibstofftank herstellt.
Am Messstab Donald Ducks wird deutlich, dass der Tank
fast leer ist. Tatsächlich wurde in alten Autos der Benzinstand mit der Hand
gemessen; die Rakete scheint ein Oldtimer-Modell zu sein.
Für viele Bilder von Barks ist
kennzeichnend, dass die Figuren keine Einheit bilden, sondern ihr Eigenleben führen.
Jeder macht etwas anderes, jeder hat eine andere Körperhaltung, und vor allem:
jeder hat seine eigene Blickrichtung.
Dazu kommt in diesem Bild eine Häufung
von gestikulierendem Zeigen.
AN ASTRONOMICAL PREDICAMENT erzählt mit diesem
technischen Mittel eine Begebenheit bildlich nach, mit einer Intensität, wie
sie sonst vor allem auf den Segelboot-Bildern zu finden ist.
Zugleich ist das
Gemälde ein Rätsel für den Betrachter, der den zugrundeliegenden Bericht
nicht kennt, denn alle Hinweise, Blicke und Gesten sind nur bei Kenntnis der
Insel im All zu entwirren.