Till Death Do Us Part

von Carl Barks

3. Lithographie der "Another Rainbow" Reihe

herausgegeben: 1983

3. AR lithograph, published : 1983
Auflage weltweit : 495 regulars + 100 Gold Plates
Format : 41 x 51 cm Bild auf 51 x 61 cm Blatt

Carl Barks' Till Death Do Us Part is a lithograph limited to two editions, one of 495 signed and numbered copies,
plus a final bon-a-tirer trial proof, produced on 24" x 20" Buckeye Ltd. paper with a 20" x 16" image area.
A second edition of 100 signed and numbered copies, six artist's proofs and 15 publisher's proofs,
bears the impression of Uncle Scrooge and the words "Gold Plate Edition"
stamped as a 23 karat gold seal on the bottom border.
Buckeye Ltd. is a sturdy 90 lb. stock with a neutral pH factor.
It is constructed of 100% cotton fiber to give it strength and longevity, is acid free to resist the ravages of time,
and has alkaline buffering to counteract the effects of acids normally present in the environment.
It has exceptional ink holdout for quality and consistency in color reproduction.
This lithograph has had no prior editions and will have none in the future.
There are no unsigned or unnumbered copies.
All printing plates have been permanently scarred to prevent future use and are being kept
for historical purposes at the Walt Disney Archives.
Till Death Do Us Part is the third Carl Barks lithograph produced by Another Rainbow Publishing
and printed by Alan Lithograph of Los Angeles.

Quelle: Zur Schau gestellte Insignien des Reichtums gibt es viele in den Dagobert-Duck-Berichten.
Direkte Quelle aber ist eine Zeichnung, die Barks für eine Gruppe der Harvard Business School fertigte, welche ein Dagobert-Duck-Bild als Maskottchen in ihren Seminarraum hängen wollte.
Das Motto "Fortuna favet fortibus" ("Das Glück begünstigt die Kühnen") ist zwar auf Dagobert Duck zugeschnitten, wurde von Barks jedoch eher des lateinischen Wohllauts wegen gewählt.

"Bis daß der Tod uns scheidet..." - diese Trauungsformel kennzeichnet die Art des Geldsacks, der sich auf dem kostbaren Stuhl im wahrsten Sinne des Wortes breit gemacht hat.
Dagobert Duck ist verheiratet mit dieser dicken Matrone, deren wulstige Arme sich über die Lehnen legen und deren Bauch im Lauf des langen Zusammenseins Speckfalten geschlagen hat.
Nur mühsam wird das Ungetüm von zwei kurzen, aber sehnigen Beinchen gehalten, die kaum noch als Stuhlbeine zu deuten sind.
Dagobert Duck selbst wirkt ohne Mißtrauen oder Geiz, sondern in Harmonie mit der Welt. Hier stellt sich ein pensioniertes, zufriedenes altes Paar dar.

Barks hat mit diesem Bild ein Genre benutzt, das in den Comic-Berichten um Entenhausen naturgemäß kaum vertreten sein konnte:
das Porträt. Der statische Charakter des Bildnisses - immerhin muß der Porträtierte lange Zeit stillhalten - wird im Comic drastisch aufgelöst:
wenn Donald Duck als Urmensch Modell steht, sorgt heimliches Juckpulver für die Beendigung der künstlerische Tätigkeit (»Wie gewonnen, so zerronnen«).
Der Urmensch zeigt aber im Ansatz, wie Barks das Porträt auffaßt: als Darstellung eines Menschen, die ihm ähnlich ist und hinter der körperlichen die seelische Erscheinung sichtbar macht.
Und diese besteht bei Dagobert Duck in seinem Lebenslauf, der auf den Goldfeldern von Klondyke begonnen hat. Kindheit und Jugend existieren nicht, weil bargeldlos.
Die Szene ist vom Maler und seinem Modell mit fast penetranter Symbolhaltigkeit zugerichtet worden:
die Goldpfanne mit dem ersten selbstgeschürften Gold aus dem auf Scrooge McDuck ausgestellten Claim,
zwei zwanglos dekorierte Dynamitstangen, der absichtlich aufgewellte Teppich, die Hacke, an der sich noch Original-Gold aus der Diggerzeit befindet
und der vom Maler eingesetzte Hintergrund der beschneiten Fassaden von Dawson City
- winterliches Ambiente gehört zu Dagobert Ducks Legenden um seine rauhe Goldgräberzeit! - fassen alles zusammen, was im Leben des Tycoons wichtig war und ist.

Ist Dagobert Duck sich in den Comic-Berichten seiner Reichtümer oft unsicher, was bis zur Entschuldigung geht, so sieht er hier seinem Maler ruhig und selbstsicher ins Auge.
Die Verdientheit seines Besitzes macht ihn unangreifbar.
Die Kritik an der Zurschaustellung des eigenen Besitzes, wie sie in dem oft als 'vanitas' gedeuteten abschreckenden Porträt einer alten Frau von Albrecht Dürer zum Ausdruck kommt,
dieses Bekenntnis zur Nichtigkeit irdischen Reichtums ist in der Demokratiegesellschaft aufgehoben:
das Baden im eigenen Geld, das wollüstige Pressen eines Geldsackes wirkt zwar immer noch anstößig, aber nicht aus Furcht, gierig zu erscheinen, sondern wegen der sexuellen Bezüglichkeit.
Durch seine 'Ehe' mit dem Geld hat es Dagobert Duck jedoch geschafft, diese Anzüglichkeit aufzuheben.
Die Art, in der er seinen Arm auf seine 'Alte' legt, hat nichts Unkeusches mehr: Dagobert Duck hat sich seiner langjährigen Geliebten, die inzwischen dick und behäbig geworden ist, legitim angetraut.